Weizen-, Mais- und Raps-Futures werden in 50t-Einheiten gehandelt. Deshalb sollten Sie mindestens diese Menge produzieren, um sinnvoll eine Preisabsicherung durchzuführen. Der Glättungseffekt durch einen Absicherungsauftrag hat bereits ab 4 Futures eine große Wirkung. Insofern eignet sich ein Absicherungsauftrag ab einer Produktionsmenge von 200t.
Es gibt keine Mindestanzahl von Kontrakten.
Die Nutzung dieser Plattform inklusive der Szenariorechner und der Planungsfunktionen sowie die Erteilung eines Absicherungsauftrags ist kostenlos. Für die Durchführung eines Absicherungsauftrags fallen lediglich die üblichen Transaktionskosten (Komissionen) an. Diese werden wie gewohnt durch die abwickelnde Bank auf dem Konto abgerechnet.
Voraussetzung zum Börsenhandel mit Futures ist die Eröffnung eines Margin-Kontos, welches Sie bei uns eröffnen können. Wir arbeiten mit mehreren Banken zusammen, bei denen das Konto geführt wird. Ansprechpartner für alle Fragen sind wir. Eine weitere Anforderung für den Börsenhandel mit Futures ist eine ausreichende Kontodeckung, damit die sogenannte Margin (Bar-Sicherheit) für die Futures erfüllt wird. Siehe auch: Margin

Im Börsengeschäft unterscheiden sich passive Strategien von aktiven Strategien dahingehend, dass sich derjenige, der eine passive Strategie umsetzt, keine Meinung über die zukünftige Marktentwicklung bildet. Eine passive Strategie ist klar regelgebunden und für mittlere gute Ergebnisse auf lange Sicht ausgelegt.

Aktive Strategien setzen voraus, dass der Anwender eine Meinung darüber hat, in welche Richtung sich ein gesamter Markt, einzelne Marktsegmente oder sogar einzelne Wertpapiere entwickeln werden. Aktive Strategien bilden darauf basierend Konzentrationen im Portfolio eines Anlegers um von den vorhergesehenen Marktbewegungen zu profitieren. Aktive Strategien können auch regelgebunden sein.

Die auf unseren Seiten erklärte Preisglättungsstrategie ist eine passive Risikoabsicherungsstrategie.

Beim Kauf oder Verkauf von Futures wird von der Börse die Hinterlegung einer Sicherheit verlangt, um zu verhindern, dass ein Börsenteilnehmer seine Verpflichtungen bei Abrechnung des Futures nicht erfüllen kann. Diese Sicherheit ist wird Margin genannt und auf einem Margin-Konto hinterlegt. Ändert sich der Kurs des Futures nicht, erhält der Käufer bzw. Verkäufer des Futures beim Schließen der Future-Position diese Sicherheit in gleicher Höhe wieder zurück. Fällt der Kurs nach einem Kauf, muss die Mindestsicherheit wieder hergestellt werden, indem weitere Geldmittel auf das Margin-Konto überwiesen werden. Steigt der Kurs nach einem Kauf, erhält der Käufer eine Gutschrift auf dem Margin-Konto. Siehe auch: Margin
Unter Initial-Margin versteht man die Barsicherheit, die man bei Kauf oder Verkauf eines Futures sofort auf dem Margin-Konto hinterlegen muss. Die Höhe wird von der Bank festgelegt, bei der das Brokerage-Konto geführt wird. Die Bank verlangt mindestens die von der Börse vorgegebene Sicherheit.
Da die Futures täglich abgerechnet werden, kann die hinterlegte Margin (Sicherheit) aufgebraucht werden und unter den Mindestwert zum Aufrechterhalten der Future-Position fallen. In diesem Fall wird der Kunde durch einen Margin-Call aufgefordert, weitere Sicherheit nachzuschießen, d.h. auf das Margin-Konto zu überweisen.
Die Sicherheitenanforderung wird durch die Bank vorgegeben, bei der Sie Ihr Margin-Konto führen. Die Bank muss mindestens den von der Börse festgelegten Betrag pro Kontrakt als Sicherheit verlangen. Der Sicherheitenbetrag pro Kontrakt ist von der Restlaufzeit des Futures und vom Produkt abhängig kann sich im Zeitverlauf ändern. Im Szenariorechner rechnen wir mit einem konstanten Betrag in typischer Höhe. Dieser soll als Richtwert für die Margin-Anforderung dienen.
Unter Glattstellung versteht man das Schließen einer offenen Position an der Börse. Anwendung im Kontext der Preisabsicherung in der Landwirtschaft (Beispiel):
Ein Landwirt hat über die Börse Getreide-Futures verkauft, um den Preis abzusichern. Direkt nachdem der Preis zur Lieferung endgültig mit einem Händler fixiert wurde, schließt er die Absicherungsposition an der Börse, indem der für jeden zuvor verkauften Future einen gleichen Future kauft und somit netto keine Lieferverpflichtung gegenüber der Börse mehr hat. Um die Wirksamkeit der Preisrisikoabsicherung hoch zu halten, sollte der Zeitunterschied für diese beiden Aktionen (Fixierung Lieferpreis und Kauf Future) ist möglichst gering gehalten werden, damit sich der Börsenpreis zwischen dem Zeitpunkt der Preisfixierung für die Lieferung und dem Zeitpunkt des Schließens der Börsenposition möglichst nicht mehr verändert. Wenn die Börsenposition geschlossen wird, spricht man auch vom Glattstellen der Börsenposition. Aus der Preisdifferenz zwischen dem Verkaufspreis und dem Rückkaufpreis der Futures resultiert der Ertrag aus den Futures. Die Zahlung des Ertrags erfolgt im Wesentlichen über die Sicherheitennachschuss-Abrechnung (täglich) und kann positiv oder negativ sein.
Die Verkaufszeitpunkte eines Absicherungsauftrags werden in gleichen Abständen zwischen dem Startdatum des Absicherungsauftrags und dem geplanten Lieferdatum gesetzt. Fällt ein Tag auf ein Wochenende oder einen Feiertag, wird er auf den nächsten Arbeitstag geschoben. Durch die gleichmäßige Aufteilung wird ein maximaler Glättungseffekt erzielt.
Man muss die reale Ware nicht zum gleichen Zeitpunkt verkaufen, zu der man die Absicherungspositin an der Börse schließt. Dennoch es ist sinnvoll, eine Absicherungsposition zu schließen, wenn der Grund dafür weggefallen ist. Sobald der Lieferpreis der Ware fixiert ist, hat ein Produzent durch die produzierte Ware kein Preisrisiko mehr und benötigt somit keine Absicherungsposition über die Börse mehr. Hält er die Absicherungsposition nach der Preisfixierung für die Lieferung weiterhin, besteht das Risiko, dass der Börsenpreis steigt und er dadurch mit den Futures einen Verlust erleidet, der nicht mehr durch den Wert der Ware seines Betriebs kompensiert wird. Insofern ist es sinnvoll, die Absicherungsposition möglichst zeitgleich mit der Preisfixierung zu schließen. Das passiert über den Rückkauf der selben zuvor verkauften Futures, so dass die Netto-Position Null beträgt.
Unter einem Prämienkontrakt versteht man die Vereinbarung der Lieferung einer Ware zu einem offenen, aber an einen Referenzpreis gekoppelten Preis. In der Regel wird eine feste Abweichung von diesem Referenzpreis nach oben oder unten vereinbart. Diese fest vereinbarte Preisdifferenz wird Prämie genannt. Die Prämie kann z. B. durch räumliche Distanz oder Qualitätsdifferenzen gegenüber der zum Referenzpreis gehörenden Warendefinition gerechtfertigt sein. Der endgültig zu zahlende Preis wird innerhalb eines festgelegten Zeitraums fixiert. Ein Prämienkontrakt eignet sich dafür, Lieferverträge zu vereinbaren ohne, dass der aktuelle Zeitpunkt für beide Parteien der perfekte Zeitpunkt für eine Preisfixierung sein muss.
Variable Produktionskosten werden im Szenariorechner nicht explizit berücksichtigt. Die variablen Produktionskosten erhöhen oder verringern den Gewinn, haben aber zum Teil einen großen Zusammenhang mit den Agrarpreisen (Düngemittel, Pflanzenschutz, Saatgut, usw.). Die Gewinnschwankung, also das Risiko, resultiert jedoch fast ausschließlich aus der Schwankung des Verkaufspreises der Produkte. Zum Zeitpunkt der Entscheidung, dass ein Produkt angebaut wird, sind i.d.R. weitgehend alle Kostenfaktoren mehr oder weniger bekannt und werden sich bis zur Ernte bzw. der Lieferung an einen Abnehmer nicht mehr stark ändern. Deshalb können näherungsweise alle Produktionskosten als Fixkosten betrachtet werden.
Weizen-, Mais- und Raps-Futures werden in 50t-Einheiten gehandelt. Deshalb sollten Sie mindestens diese Menge produzieren, um sinnvoll eine Preisabsicherung durchzuführen. Der Glättungseffekt durch einen Absicherungsauftrag hat bereits ab 4 Futures eine große Wirkung. Insofern eignet sich ein Absicherungsauftrag ab einer Produktionsmenge von 200t.